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Lesereihe

Zum Blauen Affen ab März/April in der Staatsgalerie Prenzlauer Berg. Mit Olaf Briese, Tanja Dückers, Annett Gröschner, André Kubiczek, Verlag Peter Ludewig

Artikel

Mauern in Berlin und anderswo. Über Olaf Brieses Kulturgeschichte der räumlichen Grenzziehungen: ‘Steinzeit‘”, in: Literaturkritik.de 02/2012.

Buch

Zur Letzten Instanz. Roman = Die Andere Bibliothek, Bd. 316, Frankfurt am Main: Eichborn, 2011.

Wenn die Freiheit sich zwischen den Zeilen findet, lautet die Faustregel: Ab durch die Mitte! Erzählt wird eine Ost-Berliner Geschichte von Aufbau, beflügelnden Verheißungen und schwärmerischen Versprechen nach dem Krieg bis ans Ende der 80er Jahre.

Sie handelt von intimen Geständnissen, geheimdienstlichen Abteilungen, hochfliegenden und betonierten Träumen, von musikalischen und kybernetischen Visionen, gewagten Plänen und internationalen Planungsillusionen.

Pircks senior assistierte zu realsozialistischen Zeiten noch dem Versprechen von Freiheit durch Exaktheit und Kalkül; Pircks junior lernt das “kybernetische Utopolis” nur noch als Computerprogramm des Geheimdienstes kennen, als Kultur der Kontrolle. Dieser Lemania Pircks, den sein Vater noch “Kyberto Sputnik” taufen wollte, ist ein junger avantgardistischer Ostwilder von ganz eigener Lässigkeit, mehr interessiert an neuen Zeichen als an alten Signalen, zu Hause zwischen Klubs und Kunst, ein verspielter Elektronikfreak, Musiker, Theaterbeleuchter an der “Komischen Oper” – und vor allem standhafter Verweigerer:

Er manövriert sich durch den Schlamassel seines jugendlichen Lebens, dem die Wehrpflicht bevorsteht und der Absturz ins Erwachsenenleben- Lem, der gute Vatermörder, wird zudem Vater, doch was tun, wenn das ungeborene Kind mit seiner Mutter Ira über die Grenze ausreist …

Wenn die Freiheit sich zwischen den Zeilen findet, lautet die Faustregel: Ab durch die Mitte! Erzählt wird eine Ost-Berliner Geschichte von Aufbau, beflügelnden Verheißungen und schwärmerischen Versprechen nach dem Krieg bis ans Ende der 80er Jahre.

Sie handelt von intimen Geständnissen, geheimdienstlichen Abteilungen, hochfliegenden und betonierten Träumen, von musikalischen und kybernetischen Visionen, gewagten Plänen und internationalen Planungsillusionen.

Pircks senior assistierte zu realsozialistischen Zeiten noch dem Versprechen von Freiheit durch Exaktheit und Kalkül; Pircks junior lernt das “kybernetische Utopolis” nur noch als Computerprogramm des Geheimdienstes kennen, als Kultur der Kontrolle. Dieser Lemania Pircks, den sein Vater noch “Kyberto Sputnik” taufen wollte, ist ein junger avantgardistischer Ostwilder von ganz eigener Lässigkeit, mehr interessiert an neuen Zeichen als an alten Signalen, zu Hause zwischen Klubs und Kunst, ein verspielter Elektronikfreak, Musiker, Theaterbeleuchter an der “Komischen Oper” – und vor allem standhafter Verweigerer:

Er manövriert sich durch den Schlamassel seines jugendlichen Lebens, dem die Wehrpflicht bevorsteht und der Absturz ins Erwachsenenleben- Lem, der gute Vatermörder, wird zudem Vater, doch was tun, wenn das ungeborene Kind mit seiner Mutter Ira über die Grenze ausreist …

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