Jitters Wunderblock #24

Kriterien der Fotografie

Der letzte Wunderblock in diesem Jahr findet im Rahmen der Ausstellung The Arabian Monument von Oliver Hartung im Kunstverein Tiergarten statt und befasst sich mit »Kriterien der Fotografie«.

Zu Gast sind der Kunst- & Medienwissenschaftler Prof. Dr. Marcel René Marburger und der Künstler & Fotograf Oliver Hartung – im Gespräch mit Andreas Rauth.

In den 1950er Jahren etablierte Max Bill den Begriff der »Guten Form« und stellte Regeln auf, mit deren Hilfe eben diese zu bestimmen sei. Max Bense wiederum untersuchte in seinem 1960 erschienenen Buch »Die Programmierung des Schönen« inwieweit es möglich ist, ästhetische Werke mittels exakt ermittelbarer Kriterien zu analysieren. Unabhängig davon, wie erfolgreich die Bemühungen der beiden Theoretiker waren, wissenschaftliche, also objektiv geltende, Kriterien für eigentlich subjektive Erfahrungen festzulegen, wird hier ein ähnlicher Ansatz verfolgt, und ein Kriterienkatalog zur Analyse fotografischer Arbeiten erarbeitet. Dazu werden bereits existierende Kriterien gesammelt, kritisch diskutiert und weiterentwickelt.

Jitters Wunderblock #24

Donnerstag, 01. Dezember 2016, 20 Uhr
Galerie Nord | Kunstverein Tiergarten
Turmstraße 75, 10551 Berlin

 

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Wunderblock #23

Kunst & Geflüchtete

Im Oktober ist Wolfgang Ullrich, Kunst- und Kulturwissenschaftler, zu Gast in Jitters Wunderblockim Gespräch mit Andreas Rauth und Marc Schweska. Neben der kritischen Analyse von Philipp Ruchs Manifestbuch Wenn nicht wir, wer dann ist sein Perlentaucher-Essay „Kunst und Flüchtlinge: Ausbeutung statt Einfühlung“ Anlass der Veranstaltung.

Von den zahlreichen Veröffentlichungen Wolfgang Ullrichs hier nur die letzten: Große Sätze machen. Über Bazon Brock, herausgegeben von Wolfgang Ullrich und Lambert Wiesing, München: Fink 2015; Siegerkunst. Neuer Adel, teure Lust, Berlin: Wagenbach 2016. Mehr gibt es auf Ideenfreiheit, dem Blog von Wolfgang Ullrich. Wolfgang Ullrich ist gern gesehener Gast in Bazon Brocks Kreuzberger Denkerei.

Sonntag, 02. Oktober 2016, 19 Uhr,
CLB Berlin, Prinzenstraße 84.2, 10969 Berlin (Kreuzberg).

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Jitters Wunderblock #22

Aufscheinendes Verschwinden

Animation in der zeitgenössischen Kunst, Teil 3

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Mit dem 22. Wunderblock setzen wir unsere Reihe über Animation in der zeitgenössischen Kunst fort. Zu Gast ist der Experimentalfilmer & Kurator Robert Seidel. Der aus Jena stammende Künstler studierte zunächst Biologie, bevor er sich an der Bauhaus-Universität Weimar der Gestaltung und dem Bewegtbild zuwandte. Von der Biologie erhält er für seine künstlerische Arbeit wertvolle Impulse, sie grundiert im Grunde sein gesamtes bisheriges Werk.

In seinen vielfach ausgezeichneten Arbeiten lotet Seidel die Möglichkeiten räumlicher Transformation mittels abstrakter, sich kontinuierlich wandelnder Bilder aus. Noch ehe sie ihr aufscheinendes Potential voll ausbilden, sind die entstehenden Formen bereits wieder im Verschwinden begriffen, lösen sich auf oder bilden mit anderen visuellen Entitäten neue Strukturen. Seidel geht auch über die konventionelle Aufführungspraxis hinaus und projiziert seine computergenerierten Animationen u.a. auf Fassaden, Landschaften und von ihm angefertigte, filigrane Plastiken.

So entstehen durch Überlagerung komplexe Gebilde, die gerade in ihrer Abstraktion utopischen Charakter haben und eine neue Raumerfahrung ermöglichen.

Letzte Ausstellungen – als Künstler: Lux Aeterna, Kunstverein Gera & Museum für Angewandte Kunst Gera, als Kurator: Afterimages. Nachhall der Schwarzen Romantik in der Videokunst, Kunstsammlung Jena.

Wunderblock No.22 | Donnerstag, 30. Juni 2016, 20 Uhr | erstererster | Raum für Kunst & Design | Pappelallee 69, Berlin Prenzlauer Berg

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