Sloterdijk: Ein Scharlatan muss gehen. Guter Artikel, seh’ ich genauso. Sloty, sollte man hinzufügen, würde am liebsten wieder die Sklaverei einführen, wegen der Elitenfinanzierung und so. Aber das traut er sich nicht öffentlich zu sagen. “Es endete, wie es begann – peinlich.”
PS.: An den Universitäten kursiert ja ein böses Gerücht, das besagt, Sloterdijk hätte bislang nur zwei Gedanken gehabt, der eine stammt von Martin Heidegger, der andere von Thomas Macho.
PPS.: Wer das Gerücht philosophisch überprüfen will, zumindest was den ersten Teil angeht, siehe: Gerd Irrlitz: „Kulturphilosophie des Überdrusses oder der Versuch, den Zwicker für ein Fernglas zu halten. Notizen zu P. Sloterdijk“. In: Deutsche Zeitschrift für Philosophie, 57. Jg., 5/2009, 667-688.
Enrico Grazzini: Beni comuni e diritti di proprietà. Per una critica della concezione giuridica (via Perlentaucher). Ein Artikel über Gemeingüter (commons).
Das Thema ist ja noch völlig unterbelichtet, was kein Zufall ist. Hier liegen nämlich ein paar übelst stinkende Leichen im Keller unserer Hochglanz-Moderne. Stichwort: Einhegung der Allmende. Wem das nichts sagt: das war die Zeit (der glorreichen Elisabeth I. ff.), da hängte man die Arbeitslosen, die man als Landstreicher bezeichnete, am Straßenrand an den Bäumen auf. Nachdem man sie vom Gemeindeland vertrieben hatte. Wer sich dagegen wehrte, den hängte man daneben. Das war der Beginn der Marktwirtschaft. Unter den Profiteuren sind prominente englische Namen. Dass das Thema jetzt wieder als common rights, creative commons aufkommt, ist wirklich spannend. Wenn man die Hintergründe kennt, wundert es aber nicht, dass es an diesem Punkt gewaltig knallt. Es geht bei der Debatte übers Urheberrecht um nicht weniger als um die Verteilung von Lebenschancen. Da hört jeder Spaß auf. Die Sache geht tiefer und ist brenzliger, als jeder bisher zugibt. Ach ja, wie das dann so ist, bei so einem Thema gibts natürlich jede Menge Heuchelei und Zombies:
Die Zombies habe ‘ne Website – untot.info -, wahrscheinlich sitzen sie neben dir und twittern auch. Darüber gibts ja ‘nen Roman von Dietmar Dath: Für immer in Honig. Außerdem: Rezension zu Wir Untote!.
Zu guter Letzt die News aus der Rubrik
Wir sind alle Europäer / Wir sind die Meister des Universums
heute: die Eurodämmerung (Krugman), Music by Wagner (CC).
Griechische Verhältnisse 2: Rache an Merkel stellvertretend an einem Holländer.
Deutsche Verhältnisse: Wie der Staat mit dem Volk kommuniziert – Krisenproteste in FFM verboten.
Deutsche Verhältnisse 2: Lektion in Geschichte – War die Wiedervereinigung viel billiger? Besonders interessant: “… in (die) Gesamtschulden 1996 ebenso eingepreist (sind) die geradezu lächerlichen 19,9 Milliarden Mark (West) Auslandsschulden der angeblich insolventen Deutschen Demokratischen Republik.” Um es zu übersetzen: Allein das Land Berlin ist heute höher verschuldet als es das 1989 angeblich bankrotte Ostdeutschland war. Nebenbei eine Lektion aus der Rubrik
Wie man mit Zahlen lügt, äh, Politik macht.